Müllangeln mit der ganzen Familie
Gemeinsame Sauberkeitsaktionen können Spaß machen, findet das Team vom Kulturlabor Trial & Error e.V., Träger des QM-Projekts Idyll ohne Müll. Und da auch im Schifffahrtskanal einiger Unrat herumschwimmt, war die Idee zu einem Kanu-Clean-Up geboren. Das Motto: „Unser Kanal hat es nicht verdient, als Mülldeponie zu enden!“. Auf der Wildenbruchbrücke, inmitten von vollen Cafés und brunchenden Menschen, war an diesem Sonntag Treffpunkt und Einstieg. Das Team hatte einen Tisch mit Getränken und dem nötigen Equipment aufgebaut. Fünf Kanus hatten sie ausgeliehen. Wie sich bald herausstellte, hätten es ein paar mehr sein können. Vor allem Familien waren Feuer und Flamme. „Ey cool, ich will auch Müll angeln!“, meinte ein Junge zu seinem Vater. Einige hatten von der besonderen Aktion gehört oder die Flyer gelesen, andere kamen zufällig vorbei und wollten spontan mitmachen.
Paddeln für einen sauberen Kanal
Viele hatten schon mal gepaddelt, sei es auf dem Sambesi oder in Brandenburg. Neulinge dagegen stiegen zunächst etwas unsicher in das wankende Kanu. Doch die Grundregeln waren schnell erklärt. Kinder bekamen eine Schwimmweste, die Erwachsenen orangefarbene Westen der BSR – und schon konnte es losgehen. Es vor vor allem Plastikmüll, der mit Greifzangen und Fischernetzen aus dem aus dem Wasser gefischt wurden. „Ich will aber meine eigene Mülltüte!“ beharrte ein Kind. Es gab auch einen Magneten an einer langen Leine. Ein paar Jungs am Rande hatten viel Spaß damit, ihn immer wieder ins Wasser zu werfen und ihre Fundstücke zu bestaunen. Als dann ein Kanu frei wurde, zogen sie mit ihren Eltern auf Wasser und angelten von dort mit dem Magneten. Auch einige mit eigenen Schlauchbooten machten bei der Aktion mit.
Das QM-Projekt „Idyll ohne Müll“ wird über das Programm Sozialer Zusammenhalt finanziert















